Beratungspraxis WURZELWERK Ganzheitliche psychologische Beratung und Begleitung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, in Krisenzeiten und bei Wunsch nach Veränderung

Traumafachberatung

Jeder Mensch erleidet in seinem Leben kleinere oder auch größere seelische Verletzungen. Je nachdem wie resilient (seelisch widerstandsfähig) wir sind, sind wir in der Lage diese zu verarbeiten und damit abheilen zu lassen. Ist dies nicht möglich, weil unsere Resilienz aufgrund sehr früher seelischer Überlastung gering ist, kann es passieren, dass sie unser Leben beeinflussen und uns in vielen Lebensbereichen in Form von „seltsamen“ Symptomen und Verhaltensweisen blockieren, wie z.B. vermehrte Reizbarkeit/Überspanntheit, innere Unruhe, Gefühl von betäubt sein, Gefühl der ständigen Überforderung, Gefühl einer starken Erschöpfung, starke Gefühlsschwankungen, dissoziatives (unbewusstes) Agieren, Angstzustände, Alpträume, Schlafstörungen, Flashbacks, Vermeidungsverhalten (z.B. Vermeidung bestimmter Orte, Situationen oder Menschen, sozialer Rückzug), Interessen- und Ziellosigkeit, Depressionen aber auch unterschiedlichste Körperliche Symptome, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang mit psychischen Hintergründen haben.

Besonders bei frühen und komplexen Traumatisierungen werden Traumainformationen in verschiedenen Hirnbereichen sowie im Körper gespeichert. Erlebtes und dazugehörige Gefühle können dann oft nicht zusammen, manchmal gar nicht mehr erinnert werden. Als problematisch wird von Betroffenen oft die Tatsache empfunden, dass starke Gefühlsausbrüche, Gefühle der Leere oder „eigenartige“ Gefühlszustände unkontrolliert auftreten. Denn das Wesen unverarbeiteter psychischer Traumatisierungen ist es, sich im Alltag solange immer wieder zu reinszenieren (sich auf verschiedene Art und Weise zu zeigen), bis wir sie verstanden und emotional integriert (Erlebtes und Gefühltes wieder zusammengefügt und in unser „normales“ Gedächtnis aufgenommen) haben, denn unsere Psyche möchte Heilung erreichen.

Traumafachberatung kann helfen, Gefühle regulieren zu lernen, verschiedene psychische Zustände zu erkennen und die innerspychischen Mechanismen dahinter zu verstehen. Sie hat nicht das Ziel der Traumaverarbeitung, kann aber ein erster wichtiger Schritt sein, sich seinen Themen anzunähern, und gibt Betroffenen praktische Hilfestellung für den Alltag.